Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
 Universitätsmedizin Leipzig

Speicheldrüsensprechstunde

Sprechzeiten:
Mittwoch 09:30 - 11:30 Uhr
Adresse: Liebigstr. 12, Haus 1
04103 Leipzig
Telefon: 0341 / 97-21720
Telefax: 0341 / 97-21709
Internet: http://hno.uniklinikum-leipzig.de
E-Mail: Pfeil email andrea.meinhardt[at]medizin.uniklinik-leipzig.de

Die Erkrankungen der Speicheldrüsen können in zwei große Gruppen unterschieden werden. Einerseits steht die Gruppe der Tumorerkrankungen und andererseits gibt es die große Gruppe der entzündlichen Veränderungen.

Entzündungen und Steine der großen Speicheldrüsen

Plus Symbol Sonographie bei Speichelstein im Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse   Die Leipziger HNO-Universitätsklinik bietet mit der Speicheldrüsensprechstunde ein spezialisiertes Angebot für die konservative Behandlung von Entzündungen und Immunerkrankungen der Speicheldrüsen und bietet alle Möglichkeiten der Diagnostik (Farbdoppler-Sonografie, Speicheldrüsenendoskopie) von Speichelsteinen und Speicheldrüsentumoren. Als neues diagnostisches und therapeutisches Verfahren ist die Speicheldrüsenendoskopie inzwischen zunehmend etabliert. Die Darstellung der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen erlaubt die sichere Diagnostik von Steinen und Stenosen und in einer großen Zahl von Fällen auch deren Therapie.
     
Plus Symbol Speichelstein im Ausführungsgang   Besonders im Fall einer Steinerkrankung innerhalb der Ohrspeicheldrüse ist aufgrund des erheblichen operativen Risikos einer Entfernung der Ohrspeicheldrüse diese neue Technik von großem Interesse.
Neben der etablierten Stoßwellenlithotripsie besteht somit eine zweite organerhaltende Therapieoption.
     
Plus Symbol Entfernung des Speichelsteins mittels eines Fangkörbchens   Da bei der Sialendoskopie die natürlichen Ausführungsgänge zur Entfernung der Konkremente genutzt werden, liegt die maximale Steingröße bei ca. 5 mm. Ab dieser Größe ist die Indikation zur Zerkleinerung der Steine gegeben. Die Möglichkeiten der non-invasiven Steinzertrümmerung besteht durch die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie.
     
Plus Symbol Speichelsteinlithotripsie    Bei der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie erfolgt die Fokussierung des Speichelsteines mit einem Ultraschallgerät und die Zertrümmerung mittels Ultraschallwellen-Impulsen ähnlich der Gallen- und Nierensteinzertrümmerung. In den meisten Fällen sind bis zu 3-5 Sitzungen notwendig um eine vollständige Zertrümmerung zu erreichen. Die entstehenden kleinen Fragmente werden durch den Speichelfluß aus der Drüse herausgespült. Damit kann in etwa 80% der Fälle eine Beschwerdefreiheit erreicht werden.
Andernfalls können nach erfolgreicher Zertrümmerung die verbleibenden kleinen Überreste des Steins mittels der Speichelgangsendoskopie entfernt werden.

Tumore der Speicheldrüsen

Plus Symbol Äste des Gesichtsnerven, die durch die Ohrspeicheldrüse ziehen   Die gleichen diagnostischen Maßnahmen werden auch bei Tumorerkrankungen der Kopfspeicheldrüsen angewandt. Hierbei handelt es sich überwiegend um gutartige Tumorerkrankungen und seltener um bösartige Tumore. Die Operationen der Kopfspreicheldrüsen, insbesondere der Ohrspeicheldrüse wird ausnahmslos mit einer dauernden Prüfung der Funktion des Gesichtsnerven (Fazialismonitoring) und der Verwendung eines Operationsmikroskops durchgeführt. Falls der Gesichtsnerv, der mit seinen vielen Ästchen durch die Ohrspeicheldrüse zieht von dem Tumor erfasst wurde und nicht mehr geschont werden kann, würden wir den Nervenanteil entfernen und rekostruieren.

Folgende Techniken der Gesichtsnervrekonstruktion finden bei uns Anwendung:
  • Interposition der entfernten Nervenstrecke durch Stück eines anderen Nerven (N. aricularis magnus, N suralis)
  • Diversifikationstechniken durch Nerveninterponate
  • Falls der Nervenstamm beschädigt ist und eine Interposition nicht mehr möglich, würden wir eine Verbindung zum Zungennerv herstellen (N. hypoglossus Direkt-, oder Jumbanastomose)

Hypoglossus-Facialis-Jump-Anastomose: Der Eingriff wird unter dem Mikroskop in Mikrotechnik durchgeführt.

Falls eine Rekonstruktion nicht mehr sinnvoll erscheint, würden wir durch verschiedene Techniken eine Stabilisierung des gelähmten Gesichts herstellen:

  • Zügelplastiken des Mundes
  • Gold-, bzw. Platinimplantate Oberlid
  • Tarsoraphie

    Die Abbildungen zeigen Gold-, bzw. Platingewichte, die in das Oberlid eingebracht werden, damit bei Gesichtsnervlähmung der Augenschluss wieder funktioniert

 
Letzte Änderung: 05.08.2016, 14:46 Uhr
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